Die ersten Schritte begannen 2015 mit dem Projekt „Soziale Stadt Bingerbrück“. Dann ging (fast) alles wie von selbst: Einstieg in das Bistumsprojekt „Lokale Kirchenentwicklung“ und Finanzierung durch LEADER und unsere Pfarrgemeinde St. Rupertus und St. Hildegard. Unterstützung durch das Bistum Trier und Anerkennung als innovatives und zukunftsgerichtetes Projekt im Bereich Pastoral und schließlich das Kennenlernen des medialen Kirchensystem MediaKi.

Seit 2016 beschäftigt sich nunmehr unsere Projektgruppe intensiv mit der Zukunft der Kirche auf dem Rupertsberg, ausgelöst durch die Synode im Bistum Trier, aber auch durch die Einbindung in das Projekt „Soziale Stadt Bingerbrück“, welches die Kirche dann als Hildegardzentrum verortet hat.

Hildegard von Bingen wird in diesem Projekt als identitätsstiftendes und kulturell belebendes Element hier am Beginn des Mittelrheintales und in der gesamten Region gesehen.

Das Projekt befindet sich in der Realisierungsphaseund ist ab 13.9. ist die Kirche täglich zwischen 10:00 und 16:00 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich.

Drei Säulen tragen das neue Hildegardzentrum in Bingen-Bingerbrück auf dem Rupertsberg:

• Der Kirchenraum als Ort für Konzerte und kulturelle Veranstaltungen,

• der Raum als spirituelles Zentrum für Pilger und Menschen, die Ruhe und Stille suchen und

• das „Mediales Kirchensystem“ (MediaKi), das auf dem Rupertsberg in Bingen-Bingerbrück eine neue Ära geistlicher Impulse einleiten wird.

Die Standortwahl Hildegardkirche auf dem Rupertsberg in Bingerbrück für das Hildegardzentrum ist für diese Zielsetzung – sowohl aus Sicht „Synode“ des Bistums Trier als auch des Projektes „Soziale Stadt Bingerbrück“ – die erste Wahl.

Zum einen ist es ein historischer Ort; der ehem. Friedhof des Klosters der Heiligen Hildegard lag im Bereich der Westtürme und zum anderen eine große, nicht überfrachtete, Kirche, ein Ort in dem man Stille und Ruhe erfahren kann. Die große Kirche ist zudem ein idealer Ort für Veranstaltungen im kulturellen und spirituellen Bereich nicht nur für Bingerbrück, sondern auch für die gesamte Stadt Bingen.

Das alles hat auch auf der Basis der Trierer Synode dazu geführt neue Ansätze für eine „neue“ Form von „Glauben erleben zu suchen und auch zu finden. Gleichzeitig ist es auch ein Weg der lokalen Kirchenentwicklung. Im Bistum ist das

Projekt Hildegardzentrum als ein innovatives und zukunftsgerichtetes Projekt im Bereich der Pastoral anerkannt worden.

Weiterhin finden noch Gottesdienste, Taufen und andere Kasualien bzw. liturgischen Feiern in der neoromanischen Basilika statt.

Die Zeiten zahlreicher Gottesdienste sind leider vorbei, aber der Bedarf nach Besinnung und geistlichen Impulsen bleibt. Die Besucher des Hildegardzentrums kommen nunmehr quasi in eine Kirche, wo sie selbst Andachten mit passender Musik und Beleuchtung auswählen können. Sie können auch – für ein Hildegardzentrum selbstverständlich – das Leben der Heiligen Hildegard auf dem Rupertsberg oder eine Kirchenführung wählen. Das bedeutet auch, dass die Kirche ganztags geöffnet sein wird, an sich für eine Kirche eine Selbstverständlichkeit.

Das System MediaKi wird sicherlich ein Anziehungspunkt werden und es ist einfach zu bedienen: Auf einem Terminal mit Touchscreen wählen Besucher zwischen Kurz-Andachten, Psalmen und Liedern aus. Der Chorraum bzw. die Seitenaltäre werden dazu passend mal gelb, mal rot oder blau beleuchtet. Am beliebtesten sind die etwa 15minütigen Andachten zu Gefühlen wie Freude, Trauer und „Kraft schöpfen“, die sämtlich mit Musik untermalt sind.

Das Hildegardzentrum fügt sich hervorragend ein in das Konzept des zu belebenden Rupertsberges mit den Kooperationspartnern „Rupertsberger

Hildegard-Gesellschaft Bingen e.V.“, der Hertervilla, dem Museum am Strom und dem neuen Stadtteilzentrum ZWOZWO im alten Rathaus. Als Sahnehäubchen wird dann noch der alte Marktplatz (Venarey-Les-Laumes-Platz) mit dem Hildegardisbrunnen in dieses Konzept eingefügt werden.